· 

Und täglich grüßt der Imposter – ODER: Wie du das Hochstapler-Syndrom in den Griff bekommst und deinen Wert als Autor:in erkennst

Zugegeben, die Frühjahrsmüdigkeit hat auch mich erwischt und ich komme mir beim Schreiben dieser Worte so richtig langsam vor. Die eigenen Erfolge zu erkennen und zu feiern, fällt mir deshalb erst recht schwer. Aber auf der Leipziger Buchmesse wurde ich von lieben Menschen auf Erfolge aufmerksam gemacht, die ich selbst noch so gar nicht auf dem Schirm hatte:

 

Mit dem »PuberDINGS« von Xenia Giday stand erstmals ein von mir betreutes Buch am Selfpublisher-Stand und eine Autorin hat es mit meiner Unterstützung von Exposé und Leseprobe zu einer Agentur geschafft. Beides Dinge, bei denen ich meinen Anteil gar nicht so sehr auf dem Schirm hatte. Das mussten erst andere aussprechen, damit ich das anerkennen konnte.

 

Und so ist es ja oft mit den eigenen Erfolgen. Denn meist ist der Imposter stärker und besonders schnell darin, uns einzureden, dass wir eigentlich gar nichts können.

 

Wer das sein soll, dieser Imposter? Wenn ihr ihn nicht unter diesem Namen kennt, dann kennt ihr ihn vielleicht als Hochstapler. Das Imposter- oder Hochstaplersyndrom bezeichnet das Gefühl, die eigenen Erfolge gar nicht verdient und nur durch Glück bekommen zu haben – und nicht durch aufrichtige Arbeit und eigene Leistung. Dabei hat der Imposter selten bis nie recht, frisst aber dafür umso mehr Energie und vor allem Selbstbewusstsein.

 

Was hilft? Ein kleiner Trick ist es, dem Imposter einen Namen zu geben. Meiner heißt Justus. Ansonsten gilt hier wie auch bei der Namensgebung von Charakteren: Baby-Vornamen-Seiten sind eine hervorragende Quelle. Der Name, der bei euch die meisten Antipathien weckt, ist ein hervorragender Kandidat für euren Imposter.

 

Was hilft noch? Einschätzungen von anderen einholen – und deren Lob ernst nehmen! Wie oft sagen wir auf ein Kompliment »Aaaaaach, so viel Arbeit war das nicht« oder »Neeee, das ist ja einfach ein Hobby« oder »Also, das ist doch selbstverständlich«?

 

Nein. Das ist es eben nicht.

 

Wenn ihr das nächste Mal am Zweifeln seid und Justus-Jürgen-Heinz-Georg-wie-auch-immer mal wieder ganz laut herumtrötet, fragt einfach mal nach der Einschätzung von wem anders. Und wenn die euch dann ein Kompliment machen: Glaubt das. Freut euch drüber. Nehmt auch kleine Erfolge als das wahr, was sie sind: Erfolge.

 

Und wenn ihr nicht wisst, wen ihr fragen sollt: Fragt mich. Schreibt mir einfach eine Mail mit »Imposter kickt« und ihr bekommt von mir ein paar Zeilen personalisierte Motivation. Komplett ohne Haken und kostenfrei. Denn kann es jemals zu viel Motivation und zu viele Komplimente geben? Nein, definitiv nicht.

Kommentar schreiben

Kommentare: 0