Schreibhandwerk

»Die kenn’ ich doch!« – ODER: Lebendige Charaktere schaffen, die in Erinnerung bleiben
Schreibhandwerk · 12. April 2026
Beim Lesen von packenden Büchern merken wir wohl alle recht schnell: Neben dem Tempo und dem Spannungsbogen der Geschichte sind es vor allem die vielschichtigen Charaktere, die uns Seite um Seite umblättern lassen und uns begeistern. Doch wie erschaffen wir genau solche Figuren in unseren eigenen Texten? Genau dafür ist dieser Blogartikel da. Heute schauen wir uns an … … was einen guten und mehrdimensionalen Charakter ausmacht, … was für jeden Charakter festgelegt werden sollte …...
»Lass es fließen« – ODER: Die Sache mit den Absätzen
Schreibhandwerk · 05. Februar 2026
Es ist eine unscheinbare Änderung und doch ist es mit Abstand diejenige, die ich in Lektoraten am häufigsten vornehme: Absätze in belletristischen Texten einfügen oder herausnehmen. Doch wozu braucht es eigentlich Absätze? Das lasse ich euch dieses Mal zunächst selbst herausfinden. Als Beispiel dienen mir heute Textausschnitte aus meinem eigenen Roman »Brewing Tension«, der im Frühjahr 2026 im Ylva Verlag erscheint.

»Und was hat das mit dir gemacht?« – ODER: Die Sache mit der Innenschau
Schreibhandwerk · 08. Januar 2026
Wir lesen Romane aus den unterschiedlichsten Gründen: Ablenkung, Sinnfindung, Zeitvertreib, you name it. Warum wir aber bei einer Geschichte dranbleiben und weiterlesen, hat vor allem einen Grund: Wir wollen wissen, wie die Sache ausgeht. Und das wollen wir vor allem, wenn uns die Charaktere so richtig packen. Wenn wir mit ihnen mitfiebern, uns mit ihnen freuen und auch mit ihnen leiden.
»Sagen« oder doch lieber »quieken«? – ODER: Die Sache mit den Inquit-Formeln
Schreibhandwerk · 30. November 2025
Inquit-Formel – was ist das? Klingt irgendwie nach Mathe. Dachte ich anfangs auch. Doch da ich es im Kontext von Dialogen gehört habe und mich noch an ein bisschen (wirklich nur ein bisschen) Latein aus Schulzeiten erinnere, habe ich scharf kombiniert: … »inquit« ist Lateinisch für »sagte er/sie« … … es geht um Dialoge … … es muss wohl etwas mit Redebegleitsätzen zu tun haben (Spoiler: »Inquit-Formel« ist der schickere Begriff für das schnöde »Redebegleitsatz«)....

Die Sache mit den Klößen – ODER: Wie man mit sprachlichen Bildern Atmosphäre schafft. Und wie nicht.
Schreibhandwerk · 12. September 2025
Die meisten von uns haben wohl schon in der Grundschule (Reizwortgeschichten und Nacherzählungen der Vater-und-Sohn-Comics sei fragwürdiger Dank) gelernt: Wer nervös ist, sich unwohl fühlt oder bedrückt, hat den sprichwörtlichen Kloß im Hals. Doch woher kommt das überhaupt? Man hat natürlich weder Semmel- noch Kartoffelkloß im Hals, wenn die Redewendung benutzt wird. Viel mehr ist damit der psychisch-physische Druck gemeint, den man in belastenden oder sehr emotionalen Situationen...